Spür die Kraft!    Atme die Luft!    Fühl den Berg!


Geschichte des Erlebnisbergwerks Velsen


Ein kleiner Teil des heutigen Erlebnisbergwerk Velsen diente bereits im 2. Weltkrieg als Luftschutzstollen für die Belegschaft der Grube Velsen. Nach dem Krieg wurde es ausgebaut und dazu genutzt die jungen, angehenden Bergleute in einer sicheren Umgebung an den aktiven Bergbau heranzuführen. Dazu waren original Maschinen, echter Ausbau und erfahrene Bergleute notwendig, die diese jungen Männer nicht nur mit dem Umgang der Gerätschaften sondern auch mit Sicherheitseinrichtungen, Signalanlagen und dem bergmännischen Wortschatz vertraut machten.

Zehntausende von jungen Bergmännern, egal ob sie später  Betriebsführer, Steiger oder Hauer wurden, mussten diesen Ausbildungsabschnitt absolvieren. Hunderte von sogenannten Lehrhauern brachten den Jungs ihr Spezialwissen bei. Jeder Bergmann erinnert sich an seine Zeit im Lehrstollen.

Bereits 1956 schreibt der Ausbildungsfahrsteiger Engel im Saarbrücker Bergmannskalender, daß der Lehrstollen von „vielen hunderten Besuchern befahren“ wurde und „schöner, größer und echter als die Schaubergwerke des Deutschen Museums oder des Bergbaumuseums in Bochum“ sei. Man kann also davon ausgehen, daß von Anfang an seit den fünfziger Jahren Ausbildung der Bergleute und Befahrungen für Bergbauinteressierte parallel durchgeführt wurden. Im Jahr 2000 hat die RAG Bildung die Besucherführungen wieder aufgenommen und neben reduzierten Ausbildungs­maß­nahmen bereits das „Erlebnisbergwerk Velsen“ gegründet. Der TÜV Nord als Nachfolger der RAG Bildung hat neben der Ausbildung allerdings die Besucherführungen nur noch sporadisch angeboten, da sein Konzept Ausbildung und Weiterbildung sind und nicht das Betreiben eines Besucher­bergwerks. Im Zuge des sukzessiven Rückzugs der RAG aus dem Saarland drohte 2011 dann die Stillegung und Verfüllung , da der TÜV Nord seinen Pachtvertrag kündigte und kein weiterer Pächter in Sicht war.

Ehemalige Bergleute um den heutigen 1. Vorsitzenden Volker Etgen gründeten 2011 den gemein­nützigen Verein Erlebnisbergwerk Velsen e.V., um die Führungen des inzwischen durchaus bekannt gewordenen Erlebnisbergwerks fortsetzen zu können und den Stollen vor einer drohenden Ver­füllung mit Beton zu retten. Das Bergwerk wurde für einen symbolischen Preis von einem Euro von der RAG gepachtet und der Verein verpflichtete sich, für die Instandhaltung und sämtliche laufenden Kosten selbst aufzukommen. Mit sehr viel Engagement und ehrenamtlicher Arbeit konnte dieses Ziel bis heute gestemmt werden.


Einige Meilensteine aus der Vereinsgeschichte


  • April 2012: Die ersten Besucher werden durch das Bergwerk geführt

  • 2015 - Herrichtung der Eventlocation "Knubbebud"
  • 2015 - Aufstellung zweier 28t Schilde aus Luisenthal im Freigelände
  • 2015 - Errichtung einer Luftstrecke in bergmännischer Technik als überdachte Sitzmöglichkeit für Besucher
  • 2015 - Teilnahme am Google-Programm Arts and Culture - erstes untertägiges 3D-Bergwerk
  • 2016 - Dreh des Ophüls-prämierten mittellangen Spielfilms "Endling" im Erlebnisbergwerk
  • 2017 - Präsentation des 3D-Bergwerks vor Google-Chef Sundar Pichai auf dem IT-Gipfel Saarbrücken
  • 2018 - Begrüßung des 50.000 Besucher
  • 2019 - Präsentation des EBV auf der internationalen Konferenz ICMUM in Krakau
  • 2017-2019 - fahrbereite Restaurierung einer Ruhrtaler Untertage-Diesellok aus den fünziger Jahren
  • 2019 - Heimtransport des Saar-Diamanten - eines fast 100 Jahre alten Kohlebrockens aus Velsen






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